Bundespreis Ecodesign 2014

And the winner is...

Satisloh gewinnt den Bundespreis Ecodesign 2014 in der Kategorie "Produkt" mit dem Beitrag "Schwermetallfreie Brillenglasfertigung", ermöglicht durch Satisloh's ART/Nucleo-Technologie.

Von 132 Einreichungen, die in den vier Wettbewerbskategorien Produkt, Konzept, Service und Nachwuchs die Vorauswahl bestanden haben, wurden insgesamt 29 für den Bundespreis Ecodesign nominiert. Am 14. November wurden die 13 Preisträger bei der festlichen Preisverleihung in den Lichthöfen des Bundesumweltministeriums in Berlin bekannt gegeben.


Die Inspiration
Als Branchenführer verspüren wir eine gewisse Verantwortung. Satisloh bedient die gesamte Produktpalette und Prozesskette, wir haben daher gute Kenntnis über die zunehmenden Anforderungen an umweltschonende Produkte und Prozesse. Wir wollten zur richtigen Zeit mit dem besten Produkt auf dem Markt sein, um unseren Kunden die Fortführung ihrer Produktion ohne den Einsatz von giftigen, gefährlichen Schwermetall Legierungen zu ermöglichen. Inspiriert hat uns die Vorstellung, als Größter in der Branche die ökologische Trendwende einzuläuten und mit innovativen Produkten und Prozessen anzuführen.

Die ökologischen Aspekte
Im alten Verfahren sind die Nutzung der Rohstoffe und die Arbeitsabläufe noch typisch für eine gewisse „alte“ industrielle Produktion, die sich wenig um ihre Rahmenbedingungen kümmert. Für das neue Verfahren mussten Werkstoffe entwickelt und aufeinander abgestimmt werden, die den Ressourcenverbrauch und die Belastung von natürlicher Umwelt und Arbeiterinnen und Arbeitern weitgehend reduzieren.

Der Stellenwert von Ecodesign im Gestaltungs- und Produktionsprozess
Das neue Design der Blockstücke ist kein Selbstzweck- Die Blockstücke sind eher Komponenten in dem neuen, geschlossenen Produktionsprozess. Das Design des Blockstücks entspricht „lediglich“ der optimalen Funktionalität im Zusammenwirken der neuen Materialien. Die Verminderung ökologischer, gesundheitlicher und sozialer Risiken und der damit verbundenen Kosten stand im Vordergrund.
Das neue Blockstück und das neue Verfahren sind kein kreativer Geniestreich. Wir haben viele Jahre und in unendlich vielen kleinen Schritten an der umweltverträglicheren Materialwahl und einem nachhaltigeren Prozessablauf gearbeitet.


Über Ecodesign

Wie sich Produkte auf die Umwelt und unsere Alltagskultur auswirken, wird maßgeblich durch das Design bestimmt.  Ecodesign ist mehr als energieeffiziente Kühlschränke und Taschen aus Recyclingmaterial. Beim Ecodesign wird der gesamte Lebenszyklus eines Produktes berücksichtigt – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion, Distribution und Nutzung bis hin zur Verwertung oder Entsorgung. Neben Fragen des Energieverbrauchs und eines verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen, werden auch Fragen des Nutzerverhaltens, der Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit gestellt.
Um das Potential von Ecodesign verstärkt in den öffentlichen Fokus zu rücken und Innovationen auf diesem Gebiet zu fördern, haben Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt 2012 den Bundespreis Ecodesign ins Leben gerufen. Der Preis zeichnet innovative Produkte, Dienstleistungen und Konzepte aus, die sich durch eine herausragende ökologische Qualität, einen innovativen Ansatz und durch eine hohe Designqualität auszeichnen.
Mit der Entwicklung und Durchführung des Wettbewerbs wurde das Internationale Design Zentrum Berlin beauftragt, es wird dabei von einem Projektbeirat unterstützt.

Stimme der Jury

"Die Firma Satisloh hat es geschafft, Schwermetalle und seltene Erden, die in der Brillenglasfertigung benötigt werden, zu ersetzen. Sie verbessert damit sowohl die Arbeitssicherheit als auch die Umweltwirkung der Brillenglasfertigung. Mit dem Verfahren zur schwermetallfreien Brillenglasfertigung zeichnen wir erstmals einen innovativen Fertigungsprozess aus."

Dr. jur. Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes und Mitglied der Jury

Infos zur Bewerbungsmappe

Mit dieser Mappe hat sich Satisloh am Wettbewerb beteiligt. Um die Bedeutung des neuen Verfahrens für die Jury, also für branchenfremde Personen, besser herauszustellen, haben wir darin dem alten Verfahren mit dem Alloy noch viel Platz  eingeräumt.
Mit der Verwendung der Fotos zum alten Verfahren und durch das Hervorheben von Aspekten wie Kontaminationsrisiken für Mensch und Umwelt bei der Alloy-Verwendung konnten wir die Jury von den Vorteilen des neuen Verfahrens überzeugen.
Diese Unterlagen dienten ausschließlich dem Bewerbungsprozess im Bundespreis EcoDesign. Sie sind keinesfalls zur Verwendung in anderen Zusammenhängen gedacht.

    Mehr über

    ART
    Nucleo